Ein Hobby,
       welches ich 1987 zum Beruf machte.


Viele Jahre betrieb ich eine Hobby Zierfisch Anlage. Es waren nur ein paar Becken in einem Regalschrank, den ich mir damals extra dafür anfertigen lies. Durch Krankheit oft zu Hause, überlegte ich mir, wie ich mit den Fischen meinen Lebensunterhalt verdienen könnte und baute die unten abgebildeten Anlagen. Ein Jahr brauchte ich, bis alles fertig war. Es war eine Freude zuzusehen, wie anschließend alles wuchs und gedieh. Im Jahr der politischen Wende schwammen viele Tausend Zierfische in den Becken. Der Teufel ritt mich und bei mir ersetzte eine neue Ölheizung die alte Schwerkraftheizung. Viele Tonnen Kohle musste ich nun nicht mehr bunkern, denn 80 000 l Wasser mussten zwischen 24° bis 30° warm gehalten werden. Der Osten ging und der Westen kam ! Aber mit diesem Wechsel auch die Sorge um den Absatz. Nicht, dass ich die Fische nicht los geworden wäre, aber die Händler wollten sie fast für geschenkt haben. Strom und Öl aber mussten bezahlt werden und so entschloss ich mich, ende des Jahres 1990 die Anlage abzuschalten. Zirka 70.000 Zierfische wanderten in die Tierfutter-Verwertung. Da das Gewächshaus auf gepachteten Land stand und die Nachkommen der Eigentümer dieses Land teuer verkaufen wollten, war es gut, dass ich mich schon zeitig genug für die Abschaltung entschlossen hatte.






Hier die Eingangsfront von unserem Wohnhaus - 1989 - ca zwei Wochen nach der politischen Wende.
Links der kleine Fiat Panda war unser erster "West-Wagen", den wir als Selbständige schon bekamen, als die alten DDR Bonzen noch das Sagen hatten.
Die Werbeposter zu unserer Zierfischzucht auf den Fahrzeugen sind leider auf diesem Bild nicht deutlich zu erkennen. Mit dem Trabbi und dem Panda haben wir einen Teil unsere Zierfische bis in den Südharz zu einem Großunternehmen für Zierfische gebracht.





Das waren die beiden gegossenen Druckletter für den Schriftverkehr
und die Poster auf den Fahrzeugen.



 

 


In dieser Anlage wurden die Jungfische gezogen. Hinter dem Standort des Fotographen ist fast noch einmal der gleiche Raum wie er hier zu sehen ist.

 


Hier im Gewächshaus, in den Becken links und rechts über dem Laufsteg, wuchsen die schon etwas größeren Jungfische heran. Unterhalb des Laufsteges war der Wasserraum in 10 Kammern aufgeteilt. Die Wassertiefe betrug 1,10 m und die Größe des Gewächshauses 5 m breit und 10 m lang.

     

Zu all den Arbeiten habe ich keinerlei Fachleute gebraucht. Selbst die großen Glasbecken habe ich alleine gebaut. Das bis 10 m/m starke Tafelglas habe ich mit dem Trabbi und Anhänger auf mehreren Fahren aus dem 170 km entfernten Leipzig geholt. Zu Haue alles alleine zugeschnitten und geklebt. Die letzten 170 qm noch nicht verarbeitetes Tafelglas wanderten im Herbst 2001 in den Müll Container.

Beim Abriss dieser Anlage habe ich allerdings tatkräftige Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Ein Bekannter aus CB Funkkreisen hat mir dabei geholfen alles wieder dem Erdboden gleich zu machen. Das Betonbecken aber musste ein schwerer Bagger  aus dem Erdboden herausheben und zerkleinern zum Abtransport.

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